Durch die Aufhebung des Mindestkurses von 1,20 €/CHF im Jänner 2015 und die Aufwertung des Schweizer Franken, musste eine negative Entwicklung bei den CHF‑Fremdwährungskrediten (Schweizer Franken) verzeichnet werden. Wer nun als Privatperson oder Unternehmer von Kursverlusten oder Kursgewinnen aus Fremdwährungsdarlehen betroffen ist, sollte sich auch über die steuerliche Behandlung Gedanken machen.

Was müssen Sie nun beachten…

Seit 2016 kann ein Kursverlust aus einem Fremdwährungsdarlehen im Betriebsvermögen einer natürlichen Person zu 55 % steuerlich abgesetzt werden. Zuvor war nur die Hälfte des Kursverlustes steuerlich absetzbar.

Im Privatvermögen (inkl. Vermietung und Verpachtung) ist keine Absetzung der Kursverluste als Werbungskosten möglich. Jedoch können Verluste aus Kapitalvermögen mit positiven Kapitaleinkünften verrechnet werden.

Konnten Kursgewinne aus Fremdwährungsdarlehen erzielt werden, sind diese als Einkünfte aus Kapitalvermögen mit einem besonderen Steuersatz von 27,5 % zu versteuern.

Tipp

Sie haben Verluste aus einem CHF- Fremdwährungskredit bereits realisiert oder stehen davor?

Dann können Sie im selben Kalenderjahr

  • realisierte Gewinne aus anderen Kapitalvermögen (z.B. Kursgewinn aus Verkauf von Aktien) gegenrechnen
  • einen möglichen Gewinn realisieren, um steueroptimal zu handeln

 

Der aktuelle €/CHF Kurs liegt am 24.05.2016 bei 1,1073

 

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